Was das neue iPhone-Betriebssystem kann

Vermutlich ab heute Abend ist die neueste Version des iPhone-Betriebssystems offiziell verfügbar. Für Nutzer ändert sich dabei einiges. Was sind die besten Funktionen und wer bekommt iOS 14?

Am Dienstagabend hat Apple bei seinem September-Event neue Apple Watches und neue iPads vorgestellt. Eine Nachricht war auch für all diejenigen relevant, die zwar kein neues Tablet kaufen wollen, aber bereits ein oder mehre Geräte von Apple besitzen: Schon einen Tag nach der Vorstellung, also am heutigen Mittwoch, sollen die neuen Betriebssystemversionen für alle verfügbar sein. Derzeit geht man davon aus, dass der Download ab dem frühen Abend möglich ist. Die wichtigste Version ist natürlich das iPhone-Betriebssystem iOS 14. Was sich für die Nutzer ändert – und wer es bekommt.

Mehr Übersicht und Ordnung

Die offensichtlichste Änderung in der neuen Betriebssystemversion ist die App Library. Diese soll es Nutzern erleichtern, den Überblick über die installierten Apps zu behalten und möglichst schnell das gewünschte Programm zu finden. Dafür werden die Apps automatisch in Gruppen beziehungsweise Ordnern wie Unterhaltung, Gesundheit und Fitness oder Social gebündelt. Je nach persönlicher Nutzung werden einzelne Apps zu bestimmten Zeiten hervorgehoben. Sehr praktisch außerdem: Auch die zuletzt installierten Apps lassen sich hier über einen Ordner finden. Und wenn das nicht reicht, kann man endlich auch durch eine alphabetisch geordnete Liste scrollen.

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Apps werden in iOS 14 automatisch in Gruppen angeordnet. (Quelle: Apple)Apps werden in iOS 14 automatisch in Gruppen angeordnet. (Quelle: Apple)

Mehr Informationen dank Widgets

Was Android bereits seit Jahren ermöglicht, soll jetzt auch auf iOS kommen: Mit Widgets können sich Nutzer bestimmte Informationen und Funktionen installierter Apps direkt auf dem Start-Bildschirm anzeigen lassen. Das kann ein Audioplayer sein, ein Wetterüberblick oder ein Fenster mit Börseninformationen. Derzeit können schon zahlreiche Apple-Apps mit einem Widget genutzt werden, der Umfang der kompatiblen Apps dürfte bald aber noch wachsen.

Einfacher Dinge gleichzeitig machen

Apple verbessert in iOS 14 auch das Multitasking. Apps, die gleichzeitig arbeiten, können künftig auch gleichzeitig betrachtet werden. Dafür wird ein verkleinertes App-Fenster über den aktuellen Bildschirminhalt gelegt. So ist es zum Beispiel möglich, den Browser zu nutzen und dabei ein Video anzusehen oder mit der virtuellen Assistentin Siri zu kommunizieren. Auch eingehende Anrufe legen sich nicht mehr automatisch über den kompletten Bildschirm, sondern erscheinen dezent am oberen Bildschirmrand.

Nicht immer gleich eine App installieren

Praktisch sind auch die neuen App Clips. Wer künftig einmalig bestimmte Onlinefunktionen von Firmen nutzen möchte, braucht sich dafür nicht gleich eine App zu installieren. Ein NFC-Tag oder ein QR-Code genügen, um bestimmte Funktionen oder Informationen des Anbieters aufzurufen. So ist der E-Scooter schnell und unkompliziert ausgeliehen oder das Nahverkehrsticket gekauft, ohne die jeweilige App installieren zu müssen.

Dank den neuen App Clips müssen Nutzer künftig nicht immer gleich eine App installieren. (Quelle: Apple)Dank den neuen App Clips müssen Nutzer künftig nicht immer gleich eine App installieren. (Quelle: Apple)

Smartphone statt Autoschlüssel

Interessant ist auch die Möglichkeit, das iPhone als Autoschlüssel zu nutzen. Über den NFC-Chip wird eine Verbindung zum eigenen Wagen aufgebaut und dieser geöffnet. Die digitalen Autoschlüssel lassen sich bei Bedarf sogar über die Nachrichten-App an andere Nutzer weiterleiten, um etwa Freunden oder Bekannten die Nutzung des Autos zu ermöglichen. Zum Start wird die Funktion nur beim neuen 5er-BMW unterstützt, weitere Fahrzeugtypen anderer Hersteller sollen folgen.

Mehr Funktionen für Apple-Apps

Mit dem iOS-Update sollen auch diverse Verbesserungen in Apple-Apps kommen. So soll die Karten-App, ähnlich wie man dies bereits von Google Maps kennt, künftig auch Fahrradrouten empfehlen können. E-Auto-Fahrern werden auf Wunsch Ladestationen auf ihrem Weg angezeigt, die mit dem jeweiligen Auto kompatibel sind.

Ganz neu – zumindest für Apple – ist die Übersetzer-App. Die Übersetzungssoftware soll zum Start elf Sprachen (darunter Deutsch) verstehen und auch offline funktionieren. Nutzer können einzelne Worte oder ganze Sätze direkt in die App sprechen und sich dann übersetzen lassen.

Wer bekommt das neue iOS 14?

Das sind die kompatiblen Modelle:

  • iPhone 11, iPhone 11 Pro, iPhone 11 Pro Max
  • iPhone XS, iPhone XS Max
  • iPhone XR
  • iPhone X
  • iPhone 8, iPhone 8 Plus
  • iPhone 7, iPhone 7 Plus
  • iPhone 6s, iPhone 6s Plus
  • iPhone SE
  • iPhone SE 2020
  • iPod touch (7. Generation)

Detailänderungen in iPadOS 14

Nicht ganz so umfangreich wie in iOS sind die Neuerungen in iPadOS. In Version 14 gibt es auch hier Widgets für den Startbildschirm sowie die dezenteren Hinweise auf eingehende Anrufe. In mehreren Apple-Apps gibt es jetzt ein neues seitliches Hautpmenü, wodurch die wichtigsten Funktionen schneller erreichbar sind.

In iPadOS 14 bekommen einige Apple-Apps ein neues seitliches Hauptmenü. (Quelle: iOS)In iPadOS 14 bekommen einige Apple-Apps ein neues seitliches Hauptmenü. (Quelle: iOS)

Wer iPadOS 14 bekommt

  • iPad Pro
  • iPad ab 5. Generation
  • iPad mini ab 4. Generation
  • iPad Air 2 und 3

Auf dem neuen iPad und dem neuen iPad Air ist die neueste Version bereits installiert.

WatchOS: Schlaf und Hygiene im Blick

Auch der Apple Watch haben die Entwickler neue Funktionen spendiert. In watchOS 7 können Nutzer ihre personalisierten Zifferblätter erstmals mit anderen teilen und so Designs oder Funktionen weitergeben. Praktisch ist das neue Schlaf-Tracking, das am Morgen zeigt, wie ruhig oder unruhig die Nacht verlaufen ist. 

Die Apple Watch erkennt bald, wenn sich der Nutzer die Hände wäscht und aktiviert einen Timer. (Quelle: Apple)Die Apple Watch erkennt bald, wenn sich der Nutzer die Hände wäscht und aktiviert einen Timer. (Quelle: Apple)

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Dominik

Hallo. Mein Name ist Dominik. Ich bin der Entwickler dieser Plattform. Es steckt sehr viel Arbeit drin, da vieles automatisiert abläuft, vieles selbst Tag für Tag neu entwickelt wird und ich auch noch weitere Plattformen pflege.

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