Trauer in Auschwitz: Gedenken an ermordete Sinti- und Roma

Mehr als 500.000 Sinti- und Roma sind während der Nazi-Diktatur in Europa ermordet worden. Am “Tag des Gedenkens” erinnerten Politiker und Mitglieder der Kirchen an die Greuel unter Hitler in Europa.

In vielen europäischen Staaten ist an die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma während der NS-Zeit erinnert worden. 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, des Holocaust sowie der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager besuchten hochrangige Vertreter des Zentralrates der Juden in Deutschland, des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gemeinsam die KZ-Gedenkstätte Auschwitz.

Sie nahmen an einer Gedenkfeier für rund 500.000 ermordete Sinti und Roma teil, die während der NS-Zeit in Europa getötet wurden – nahezu ein Viertel der ethnischen Minderheit. Weil am 2. August 1944 letztmals Sinti und Roma in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau hingerichtet wurden, hatte das EU-Parlament diesen Tag vor fünf Jahren zum “Tag des Gedenkens” erklärt.

“Wir müssen gegen Rassismus die Stimme erheben”

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, eine feindliche Haltung gegenüber dieser Minderheit habe “in Europa keinen Platz”. Bei Twitter schrieb sie: Vorurteile seien eine Krankheit, die am besten durch Bildung bekämpft werden könnten, indem man Stereotypen in Frage stelle und Respekt und Inklusivität förderer. Die Brüsseler Behörde fordere alle EU-Staaten auf, Rassismus und Diskriminierung ein Ende zu setzen, “von denen die großen ethnischen Roma-Minderheiten extrem betroffen sind”.

“Auschwitz steht wie kein anderer Ort für die Schoa und damit für die Ermordung der Juden sowie der Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten”, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, bezeichnete den Holocaust als “Zivilisationsbruch, der uns verpflichtet, heute gegen jede Form von Rassismus und Nationalismus unsere Stimme zu erheben”.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 02. August 2020 um 12:25 Uhr.


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Dominik

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